Via de la Plata

Via de la Plata heißt zu deutsch Silberstrasse. Es handelt sich um eine alter Römerstrasse, die in Sevilla beginnt und über eine Strecke von 900 Kilometer über Mérida nach Astorga führte.

Damit ist die Via de la Plata die längste Jakobsweg-Route in Spanien. Die Streckenführung verläuft zum größten Teil durch Naturlandschaften, so vor allem in Kastilien und Extremadura, ab und an aber auch an frequentierten Strassen entlang. Im Vergleich zum camino francés ist die Via de la Plata aber ein sehr ruhiger Jakobsweg. Dennochist die Via de la Plata gut markiert, Pilger haben somit keine Schwierigkeiten, die Route zu finden. Nicht in sehr gutem Zustand befinden sich allerdings die Pilgerherbergen.

Sevilla

In Sevilla beginnt die Via de la Plata. Sie ist die Hauptstadt Andalusiens. Sehenswert ist dort die Catedral de Santa Maria de la Sede. Besuchen sollte man aber auch den Alcázar-Palast aus dem Jahr 913. Der Palast war Sitz von vielen Königen.

Mérida

Merida ist die Hauptstadt der autonomen Region Extremadura. Sie war führer Hauptstadt der römischen Provinz Lusitanien und führte seinerzeit den Namen Emerita Augusta. Auch heute noch sind die Überreste aus der Römerzeit allgegenwärtig.

Salamanca

Salamanca, die Goldene Stadt, mit ihren aus goldgelben Sandstein aus Villamayor historischen Gebäuden, glänzt mit den beiden Kathedralen Catedral Vieja und Catedral Nueva. Unbedingt sehenswert ist die Plaza Mayor. Früher war dort eine Stierkampfarena.

Astorga

Astorga war führer Sitz eines Bischofs. Der neugotische Bischofspalast Palacio Episcopal, den Antonio Gaudi schuf, ist heute Sitz des Museo de los Caminos. Früher führten die Römer ihr Silber aus den Minen durch Astorga. Astorga vereinigt die Via de la Plata mit dem Camino Frances, dem spanischen Hauptweg des Jakobsweges.