Cabo Finisterre - das Ende der Welt

Einige der Jakobspilger haben ihr Ziel erst am Kap Finisterre erreicht. Im Mittelalter war dies das Ende der Welt. Aus religiösen Gründen vorgeschrieben ist es nicht, bis an die Küste zu pilgern. Dennoch möchten manche Pilger das Meer sehen, ehe sie nach Hause zurück kehren. Am Kap Finisterre steht der letzte Markierungsstein. Er zeigt den Kilometer Null an und damit das Ende des Jakobsweges.

Diejenigen Pilger, die bereits die Compostela, die Pilgerurkunde in Santiago erhielten, können sich in der Herberge Finisterrana eine Urkunde ausstellen lassen, dass sie zu Fuß, per Fahrrad oder Pferd bis ans Ende der Welt gelangt sind. Einige Pilger verbrennen einen Teil ihrer Pilgerausrüstung und Pilgerkleidung hinter dem Leuchtturm oder am Strand - ein Symbol: sie lassen einen Teil ihres früheren Lebens hinter sich.
Zum Cabo Finisterre gelangt man über die kleine Pilgerstadt Padrón, die 22 Kilometer südwestlich von Santiago de Compostela liegt. Sie ist aus der römischen Siedlung Iria Flavia entstanden. Nach der Legende ist im Flusshafen Iria Flavias das Schiff mit den Gebeinen des Heiligen Jakobus gelandet. Man erzählt, dass das Schiff an dem pedrón, dem legendären Jakobusstein, festgemacht worden war. Diesr pedrón befindet sich im Hauptaltar der Jakobuskirche, die direkt am Fluss liegt.
War man schon am Cabo Finisterre, so besucht man als Pilger vielleicht auch das Nördlich gelegene Fischerdorf Muxia, das in der Nähe der Costa da Morte liegt. Costa da Morte bedeutet Todesküste. Hier sind schon sehr viele Schiffe an den Klippen zerschellt. Iin Muxia findet man das Heiligtum Santuario de Nosa Senora da Barca in Form einer Wallfahrtskirche, Unsere Frau vom Boote. Hier soll die Jungfrau Maria mit einem Steinschiff angelegt und den Apostel Jakobus motiviert haben, in Galicien als Missionar tätig zu werden.