Jakobsweg Schweiz

Der schweizer Jakobsweg führt über die Städt Einsiedeln, Luzern, Willisau, Fribourg, Romont, Lausanne und Genf. Er berührt wunderschöne Berglandschaften.

Einsiedeln

Von Innsbruck her betraten und betreten die Jakobspilger die Schweiz und treffen in Einsiedeln ein. Die Benediktinerabtei Einsiedeln war bis in das späte Mittelalter selbst ein bedeutendes Marienwallfahrtsziel. Das Kloster hat zwei Arkadengänge, die jenen des Petersplatzes in Rom nachempfunden sind. Sie leiten hinauf zur Abteikirche. Die kleine Gnadenkapelle befindet sich im Zentralraum und beinhaltet die Marienfigur.

Luzern

In Luzern, das auch nach der Reformation katholisch blieb, stand für die Pilger des Mittelalters ein Jakobsspital bereit. In unmittelbarer Nähe des Torturmes deer Stadtmauer befand sich zudem eine Jakobskapelle. Es gab eine Jakobsbruderschaft, die die Pilger betreute. In der Peterskapelle gab es einen Altar, der dem heiligen Jakob geweiht war.

Willisau

Die Gründung der Wallfahrtskapelle in Willisau soll einer Legende zufolge auf ein Wunder zurück führen. Ende des 14. Jahrhunderts soll ein Spieler nach mehrmaligem Verlust eines Spiels geflucht haben und seinen Dolch zum Himmel geworfen haben. Es fielen fünf Blutstropfen auf den Spieltisch und ließen sich nicht mehr entfernen. Die Bürger von Willisau errichteten daraufhin die Heiligblut-Kapelle. Da viele Pilger diese Kapelle besuchen, ist einer ihrer Altäre dem heiligen Jakob geweiht.

Fribourg

Fribourg ist das Zentrum des Katholizismus in der Schweiz. Die Pilger des Mittelalters kamen in die Johanniter-Niederlassung, die ein Spital vorhielt. Heute ist noch die gotische Kirche davon zu sehen. Man kann eine Figur des heiligen Jakobus in der Rue de la Samaritaine betrachten.
Aber auch sonst ist Fribourg ein Erlebnis aus Kirchen und Klöstern mit der Nikolaus-Kathedrale auf einem Felsplateau als Zentrum.

Romont

Im Mittelalter gab es in Romont ein Jakobushospital und ein Marienhospital. Heute ziert ein modernes Pilgerrelief auf dem Jakobusplatz die mittelalterliche Stadt.

Lausanne

In Lausanne gab es im Mittelalter vier Hospitäler für die Pilger. Dem Domkapitel gehörten zwei. Mit dem Bildersturm der Calvinisten im Jahr 1536 endete die Epoche der Pilgerei samt dem Bistum. Auch die frühgotische Kathedrale wurde durch dieses Ereignis ihrem Inventar beraubt.

Genf

Auch in Genf sind nicht mehr viele Überbleibsel der Pilgerepoche vorhanden. Denn der Reformator Calvin lebte in Genf. der Bildersturm brandete auch auf die Kathedrale Saint-Pierre. Heute findet man dort lediglich noch ein spätgotisches Fenster, auf dem der heilige Jakob als Pilger zu sehen ist.