Jakobsweg Westdeutschland

Der Jakobsweg durch Westdeutschland berührt die Städte Köln und Aachen.

Magdeburg

Schon im Mittelalter war Magedeburg eine Stadt der Pilger, denn sie war durch Handelswege mit vielen anderen Städten verbunden. Der Magdeburger Dom, der zwischen 1209 und 1520 erbaut wurde, gilt als der erste gotische Kathedralbau in Deutschland. In seinem Hohen Chor ist die Grablege Kaiser Ottos I, der von 912 bis 973 lebte. Er war am 7. August 936 in Aachen zum König gekrönt worden. Am 2. Februar 962 krönte ihn der Papst Johannes XII zum Kaiser. Er begründete das karolingische Kaisertum mit dessen Schutzherrschaft über die Kirche.
Magdeburg beherbergt auch das Kloster "Unsere Lieben Frauen". Es liegt im Zentrum an der Elbe und ist ca. 1000 Jahre alt. Es gehört zu den wichtigsten romanischen Klosteranlagen Deutschlands. Heute leben allerdings keine Nonnen mehr dort, sondern es befindet sich ein Kunstmuseum im Inneren.

Paderborn

Von Magedburg zogen die Pilger nach Paderborn. Bekannt ist, dass bereits im Mittelalter auf dem Hellweg von Höxter über Paderborn nach Dortmund Pilger aus dem Norden und Osten Europas in Richtung Santiago de Compostela zogen. Paderborn war seinerzeit Knotenpunkt alter Handelswege und Heerstraßen. Deshalb war die Stadt eine wichtige Station der Jakobspilger. Am Hauptportal des Paderborner Doms sieht man eine Figur des heiligen Jakobus mit einer Jakobsmuschel.

Köln

In Köln vereinigten sich viele Pilgerwege aus dem Rheinland. Der Kölner Dom war das Zentrum, das die Pilger im Mittelalter ansteuerten. Seit dem Jahr 1164 ruhen dort die Gebeine der Heiligen Drei Könige. Erzbischof Dassel brachte sie aus Mailand mit. Die Heiligen Drei Könige gelten als die ersten Wallfahrer überhaupt. Sie zählen deshalb mit zu den Pilgerpatronen und wurden von den Pilgern um Schutz gebeten.

Aachen

Aachen war eine wichtige Station auf dem Jakobsweg im Westen. Die Pfarrkirche Sankt Jakoubs, die im 12. Jahrhundert erbaut wurde, ist die erste Jakobspilgerkirche in Deutschland. Der Legende zufolge soll Karl der Große nach seiner Rückkehr von der Befreiung des Jakobsgrabes dort eine Kapelle für den Apostel geschaffen haben.